

Der
Osterhase ist niedergeschlagen: Ihm wurde gerade gekündigt, weil niemand
mehr an ihn glaubt. Und auch der Glaube an den Weihnachtsmann schwindet.
Als der Osterhase meint, dass sich diese Entwicklung wohl erst ändert,
„wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen", nimmt Huckla
die Idee wörtlich und hext die beiden Tage zusammen. Doch dummerweise
verhaspelt sie sich dabei. Statt die beiden Festtage auf einen Tag zu zaubern,
finden Weihnachten und Ostern ab sofort an jedem Tag statt.
Die Folgen sind katastrophal:
Es herrscht Geschenkewahn, es gibt kaum noch Tannenbäume und die Menschen
werden dick und rund vom täglichen Festessen. Doch damit noch nicht
genug: Knecht Ruprecht erklärt den Weihnachtsmann zu einem Betrüger.
Es sei nicht möglich, so sein Argument, dass es in jedem Land einen
anderen Weihnachtsmann gebe, in Russland Väterchen Frost, in England
Father Christmas, in Amerika Santa Claus und in Frankreich den Père
Noël. Folglich müsse der Weihnachtsmann ein Betrüger sein.
Alles ist verdreht, und langsam fangen auch Huckla und Witchy an zu zweifeln.
So suchen sie den weisen Kater Abraham auf, der ihnen in einer witzigen
Interpretation der lessingschen Ringparabel erklärt, dass es manchmal
mehrere Wahrheiten geben kann.


